Menü

30 Jahre Deutsche Wiedervereinigung

Fotoausstellung und Vortrag

Am 9. November ist es 30 Jahre her, dass die Berliner Mauer fiel: der Höhepunkt der friedlichen Revolution der DDR, ein Meilenstein der Geschichte. Nach Ausreisewelle und Wochen der Protestmärsche war das DDR-Regime am Ende.

Doch zur Auflösung des Status quo der beiden deutschen Staaten bedurfte es mehr als einer friedlichen Revolution: Entscheidend wurden auch diplomatisches Geschick und die Bereitschaft der Siegermächte des Zweiten Weltkrieges, durch den sogenannten Zwei-plus-Vier-Vertrag den Weg für die Wiedervereinigung Deutschlands frei zu machen.

Ziel:

Außerschulische Jugend- und Erwachsenenbildung

Zielgruppe:

Alle Bürger in unserer Stadt

 

Aktivitäten:

Fotodokumentation: Nach langen und umfangreichen Recherchen für eine als Ausstellung geeignete Dokumentation zu diesem Thema und Abklopfen der verschiedensten in Frage kommenden Möglichkeiten haben wir bei dem in Dinslaken lebenden Fotografen Martin Büttner angefragt. Durch ein Stipendium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig entstand im Rahmen seines Studiums eine Fotodokumentation, in der der Künstler ausdrucksstarke Bilder aus verschiedensten Situationen festhielt. Seine Abschlussarbeit an der Hochschule in Leipzig hatte den Titel: Zeitzeichen – Bilder vor und nach der Wende.

Der Charakter dieser Fotodokumentation ergänzt und unterstreicht in eindrucksvoller Weise die Arbeit und den Vortrag von Herrn Keup. Wir sind sicher, dass diese Veranstaltung einen hohen politischen und auch pädagogischen Wert hat.

Vortrag: Der lange in Dinslaken lebende Peter Keup beendete nach der Einsichtnahme in die Stasi Unterlagen seine erfolgreiche Karriere als Turniertänzer, gab seine Tanzschule auf und beschäftigte sich mit der Erforschung der Deutschen Geschichte vor und nach der Wende. Er selbst und seine Familie haben die zwanghafte Unterdrückung freiheitlicher Gedanken und Verhaltensweisen in der ehemaligen DDR erfahren. Er berichtet hiervon und von fehlender Rechtsstaatlichkeit und seiner Zeit der Inhaftierung in Bautzen.

Für Peter Keup steht fest: Demokratie ist nichts Selbstverständliches und ein hohes freiheitliches Gut. Unter diesem Aspekt sieht er seine vielfältigen Vorträge auf der ganzen Welt.

Vortrag u. Ausstellung – Themen:

♦   Benennung und Erklärung der unterschiedlichen Staats- und Rechtssysteme, in denen sich das geteilte Deutschland nach Beendigung des Krieges entwickelte.

  Kritisches und aufmerksames Beobachten auch von aktuellen politischen Entwicklungen. Dieses ist nur möglich, wenn man die Vergangenheit genau kennt.

  Demokratie schenkt Freiheit. Mit dieser Freiheit sensibel umzugehen. Missbrauch von Freiheit zu erkennen.

  Politische und auch gesellschaftliche Sensibilisierung in einer schnelllebigen und auch politisch auf gläsernen Füßen stehenden Demokratie

  Die Angst und die Unsicherheit, die mit der Überwachung durch die STASI für freiheitlich und unabhängig denkende Menschen einherging.

  Sehnsucht nach Freiheit und der Umgang mit dieser Sehnsucht, die in eine friedliche Revolution der DDR-Bürger mit Unterstützung der Kirchen 1989 mündete.

  Der Zusammenbruch des Ostregimes und die wirtschaftlichen Konsequenzen für die dort lebenden Menschen.

  Das langsame Erlernen eines wirtschaftlich überwiegend eigenverantwortlichen Systems mit demokratischen Gesetzen und die damit für viele verbundenen Schwierigkeiten.

Geplant ist, die Ausstellung nicht nur einige Wochen nach dem Vortrag zu zeigen, sondern auch in den gesamten Sommerferien im Rahmen der “offenen Kirche”.

 

Kooperationspartner:

Peter Keup, Zeitzeuge und Geschichtsforscher
Martin Büttner, Fotograf
Jugendsozialarbeit und Schulen

Öffentlichkeitsarbeit:

Plakate in verschiedenen Größen
Flyer
Werbung in weiterführenden Schulen
Facebook, Homepage
Tagespresse


  • Projektnummer: 20/35L01K– 0?
  • Projektträger: Förderverein Herz-Jesu-Kirche e.V.
  • Fördersumme: 1800 €
  • Projektname: 30 Jahre Deutsche Wiedervereinigung, Vortrag u. Ausstellung