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Kampagne 10 + 1 Bäume für die Opfer des NSU – Ein starkes Signal gegen Terror und Rassismus

Durch das Projekt wird das Thema Rechtsextremismus aufgegriffen. Es soll in das Bewusstsein der Menschen gerufen werden und darstellen, welche menschenfeindliche Morde durch den NSU in Deutschland begangen wurde. Gleichzeitig wird auch an dem Gedenkort an die Menschen von rassistischer Gewalt gedacht, die nicht bekannt und unentdeckt sind. Die Besucher*innen des Gedenkortes sollen sich aber auch mit dem des NSU bzw. mit der problematischen Aufarbeitung auseinandersetzen.

Ziele

  • Einen Erinnerungsort gegen Rechtsextremismus schaffen

Zielgruppe

  • Multiplikator*innen, junge Erwachsene, aber auch ehren-, neben- und hauptamtlich in der Kinder- und Jugendhilfe und an anderen Sozialisationsorten Tätige

Aktivitäten

Mit der Kampagne „10+1 Bäume für die Opfer des NSU“, haben der Landesintegrationsrat NRW und die kommunalen Integrationsräte im Jahr 2020 die Städte NRWs dazu aufgerufen, ihrer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe für ein vielfältiges, friedliches und gleichberechtigtes Zusammenleben nachzukommen und einen Erinnerungsort zu errichten.

Anlass für die Kampagne ist das Absägen des Gedenkbaums für NSU-Opfer Enver Şimşek in Zwickau. In der Vergangenheit wurden immer wieder die Erinnerungsstätten für die Opfer der Terrorvereinigung Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat, Michèle Kiesewetter, geschändet bzw. zerstört.

Dabei sollen in jeder Kommune 11 Bäume angepflanzt werden. Die Zahl elf ergibt sich aus zehn Bäumen für die zehn Opfer des NSU und einem Baum für alle anderen, zum Teil unbekannten Opfer, rassistischer Angriffe. Gedenktafeln werden über die Bedeutung des Mahnmals aufklären.

Gemeinsam mit dem Grünflächenamt der Stadt Dinslaken wurde der „Grünzug am Rabenkamp“ als geeigneter Ort des Gedenkens festgelegt. Aufgrund der „Pflanzzeit“ wurden die Bäume bereits März 2021 eingepflanzt.

Zusätzlich werden auch zwölf Gedenktafeln vor jedem Baum aufgestellt.

  • Beispiel 1: In Gedenken an Enver Şimşek – 38 Jahre alt. Er wird am 9. September 2000 mit 9 Schüssen vor seinem Blumenladen von NSU-Terroristen angeschossen. Zwei Tage später verstirbt er im Krankenhaus. Zurück bleiben seine zwei Kinder und seine Frau. Er war das erste Opfer des NSU.
  • Gedenktafel 11. Baum: Dieser 11. Baum steht für alle ungenannten und unbekannten Opfer von rassistischer Gewalt. „Leben wie ein Baum, einzeln und frei, doch geschwisterlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht.“ – Nâzım Hikmet, türkischer Dichter.

Die Gedenktafeln werden Ende September mit einer Einweihungsfeier veröffentlicht. Bei der Einweihung des Gedenkortes wird der NSU-Opfer-Anwalt Herr Daimagüler anwesend sein. Seine Teilnahme hat er bereits zugesagt.

Kooperationspartner

  • Integrationsrat und Integrationsbeauftragter der Stadt Dinslaken

Öffentlichkeitsarbeit

  • Für die Einweihung des Gedenkortes wird der NSU-Opfer-Anwalt Herr Daimagüler anwesend sein. Beworben wird die Einweihung über die Presse und über persönliche Einladungen. Zusätzlich wird der Termin über die Soziale Medien beworben.

Projektnummer: 35L 01K-13

Projektträger: Integralis e.V.

Fördersumme: 3.000,00 €

Projektname: Kampagne 10 + 1 Bäume für die Opfer des NSU