Gedenkkultur neu gestalten – Jüdisches Leben verstehen – Vergangenheit erkennen, Gegenwart mitbestimmen
Das Angebot gehört zur außerschulischen Bildung für Schüler*innen und junge Erwachsene. Sie lernen zwei wichtige Seiten des jüdischen Lebens in Deutschland kennen: Sie blicken in die Vergangenheit bei einem Besuch des Jüdischen Museums in Dorsten und beschäftigen sich gleichzeitig mit der heutigen Bedeutung von Sprache. Die Jugendlichen erfahren, wie Diskriminierung oft schon in kleinen Worten beginnt und bis heute weiterwirkt.
Ziele
- Aktive Beschäftigung der Schüler*innen mit den Themen jüdisches Leben in Dinslaken und NS-Zeit.
Zielgruppe
- Jugendliche, Eltern, Lehrer
Aktivitäten
An den beiden kooperierenden Schulen gibt es seit Kurzem Geschichts-Arbeitsgruppen, die vom Stadtarchiv und dem städtischen Museum unterstützt werden. In den nächsten Jahren setzen sich die Gruppen intensiv mit der jüdischen Geschichte in unserer Stadt auseinander. Dabei stehen besonders die Lebenswirklichkeit und der Alltag jüdischer Menschen im Mittelpunkt.
Die Jugendlichen werden auf zwei Wegen an das Thema herangeführt und können sich anschließend vertiefend damit beschäftigen. Dabei sollen wichtige Werte wie Demokratieverständnis, Menschlichkeit und ein respektvolles Miteinander gestärkt werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Sprache: Die Jugendlichen lernen, wie Diskriminierung oft schon in kleinen Worten beginnt und wie solche Ausdrucksweisen bis heute fortbestehen.
Ein zentraler Bestandteil ist die Fahrt zum Jüdischen Museum Westfalen in Dorsten. Das moderne und interaktive Museum zeigt eindrucksvoll, wie jüdisches Leben in einem kleinstädtischen Umfeld ausgesehen hat und wie jüdische Geschichte heute vermittelt werden kann. Der Besuch bietet eine wichtige Grundlage, um anschließend die jüdische Geschichte ihrer eigenen Heimatstadt Dinslaken besser zu verstehen. Dieses Verständnis stärkt das demokratische Bewusstsein der Jugendlichen und motiviert sie, sich gegen demokratiefeindliche Tendenzen einzusetzen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der kritische Blick auf die deutsche Sprache. Der Nationalsozialismus hat sie nachhaltig geprägt: Begriffe und Redewendungen haben sich bis heute gehalten – nicht nur in extremistischen Milieus. Oft werden solche Worte im Alltag, in sozialen Medien oder sogar in Schulbüchern unbedacht verwendet. Die Jugendlichen lernen, diese sprachlichen Muster zu erkennen, zu hinterfragen und verantwortungsvoll damit umzugehen. Dadurch erweitern sie ihre Medienkompetenz und ihren Umgang mit sensiblen Themen.
Abschließend entwickeln die Jugendlichen eigene Ideen für die Gestaltung des „Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ am 27. Januar 2026. Dadurch tragen sie das Gelernte nach außen und leisten einen aktiven Beitrag zu einer lebendigen und demokratischen Erinnerungskultur.
Kooperationspartner
- Stadtarchiv Dinslaken
- Stadtbibliothek Dinslaken
- Museum Voswinckelshof Dinslaken
- Gustav-Heinemann-Gymnasium Dinslaken
Öffentlichkeitsarbeit
- Pressetermin zur Vorstellung des Projekts geplant
- Eintrag auf den Websites der teilnehmenden Schulen
Projektnummer: 309 748-06
Projektträger: Freundeskreis Stadtbibliothek und Stadtarchiv Dinslaken e.V.
Fördersumme: 500,00 €
Projektname: Gedenkkultur neu gestalten