Auf der Abbildung ein Schwarz/weiß-Foto von Stefan Effenhauser. Es zeigt Jonas Hölting (r) und Tassilo Rinecker, auf einer Konzertbühne vor Publikum. Auf der rechten Seite, unter zwei Stacheldrähten, die Worte Erinnern und Gedenken. Darunter das Logo des Veranstalters: Förderverein Herz-Jesu-Kirche Oberlohberg e.V.

Vortrag mit Musik zum 9. November – Nur wenn wir uns alle sehn, besiegen wir das Phänomen“

Es ist ein eindringliches Erinnern an den 9. November 1938, die Progromnacht. Wir verbinden dieses historische Datum mit einem Plädoyer für eine lebendige Geschichtskultur, die sich klar gegen Rassismus und Hass auf Minderheiten positioniert. Durch Musik und Text wird ein emotionaler Zugang geschaffen, der die Teilnehmer*innen wie auch die Zuhörer*innen für die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen sensibilisiert – Entwicklungen, die in Deutschland und in unserer Stadt zunehmend durch rechte Tendenzen und gezielte Falschmeldungen aufgeheizt werden.

Ziele

  • Aktiv sein und werden gegen Rassismus und Hass auf Minderheiten

Zielgruppe

  • Alle Bürger und Bürgerinnen unserer Stadt

Aktivitäten

Die Veranstaltung findet am Sonntag, 9. November, um 11 Uhr in der Kulturkirche Herz Jesu Oberlohberg statt. Sie verbindet Musik und Literatur zu einem ebenso berührenden wie nachdenklich stimmenden Vormittag. Texte von Hanns Dieter Hüsch und anderen Autorinnen und Autoren, die sich kritisch mit der NS-Zeit und ihren Spuren bis heute auseinandersetzen, schaffen einen Raum für intensives Zuhören und Reflektieren.

Stefan Querl, Jonas Hölting und Tassilo Rinecker im Gespräch mit Simon Panke, dem amtierenden Bürgermeister der Stadt Dinslaken, im Rahmen der Veranstaltung ‚Nur wenn wir uns alle sehn, besiegen wir das Phänomen‘ zum 9. November.

Die Musiker Tassilo Rinecker und Jonas Höltig bringen Lieder der Verfolgten zu Gehör – wer kennt diese schon? Welche Talente sind durch Mord und Vernichtung verloren gegangen? Das Erhalten der Erinnerung auch an diese Menschen ist wichtig und gehört zum Zeugnis der Vergangenheit. Der Eintritt ist frei, und alle Interessierten sind eingeladen, sich auf dieses besondere Format des Erinnerns einzulassen.

Für das Programm zum Gedenken an die Pogromnacht am 9. November konnte der Förderverein Herz Jesu Oberlohberg den Historiker Stefan Querl gewinnen. Der gebürtige Dinslakener ist Leiter der Villa ten Hompel in Münster und engagiert sich seit Jahrzehnten in der Aufarbeitung der NS-Verbrechen sowie in der Pflege der Erinnerungskultur. Querl begleitet das Programm mit Gedichten und Texten, die den Blick auf Sprache, Geschichte und Verantwortung schärfen – gerade heute, da rechte Tendenzen und Falschmeldungen die gesellschaftliche Debatte zunehmend verzerren.

Das Projekt widmet sich der Aufgabe, Erinnerungskultur lebendig zu halten – insbesondere in einer Zeit, in der die letzten Zeitzeugen der NS-Verbrechen versterben. Im Zentrum stehen dabei die Texte von Hanns Dieter Hüsch und dessen kritischer Haltung zur Holocaust-Erinnerung. Sein niederrheinisches Plädoyer für Geschichtskultur, gegen Rassismus und gegen jede Form von Hass auf Minderheiten bildet einen wichtigen inhaltlichen Rahmen. Ziel des Projekts ist es, Toleranz als demokratisches Grundprinzip zu vermitteln und die Gesellschaft wach und aufmerksam zu halten, damit sich die Gräueltaten des Naziregimes niemals wiederholen.

Öffentlichkeitsarbeit

  • Pressemitteilung
  • Infos auf der Vereinshomepage
  • Kirchliche Medien und Mitteilungen
  • Aushänge in den Schaukästen der Pfarrei
  • Plakate und Flyer
  • Eintrag im städt. Veranstaltungskalender

Projektnummer: 309 748 – 04

Projektträger: Förderverein Herz-Jesu-Kirche Oberlohberg e.V.

Fördersumme: 800,00 €

Projektname: Vortrag mit Musik zum 9. November „Nur wenn wir uns alle sehn, besiegen wir das Phänomen“